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bogenbau

letzter workshop - impressionen

das analoge leben hat mir dieses jahr noch weniger zeit für eine adäquate sebstdarstellung gelassen - auch schön! trotzdem möchte ich dem interessierten leser ein paar semi-frische bilder nicht länger vorenthalten. dieser workshop wurde als reha-maßnahme erstmalig gefördert von einer berufsgenossenschaft. wer fragen dazu hat, möge einfach mal in meiner werkstatt vorbeikommen. der hier vorgestellte bogen ist dort allerdings nicht mehr zu bewundern, da meine letzte teilnehmerin ihr werk natürlich mitgenommen hat.

bandsäge gerettet

große freude herrscht zur zeit über die rettung einer alten bandsäge. das ding sollte verschrottet werden, was vermutlich auf grund ihres utopischen gewichtes auch recht lukrativ gewesen wäre. natürlich gibt es einiges potential für konstruktive verbesserungen als auch zur pflege. nachdem ich aus restbeständen einen stabilen unterschrank gebaut habe, ist das ding aber erstmal nutzbar, vorausgesetzt die von mir bestellten sägebänder trudeln die nächsten tage ein. als wünsche für nicht all zu ferne zukunft, wären zu nennen, eine untere bandführung, die garnicht existiert, als auch eine drehzahlregelung samt motorbremse per frequenzumrichter.  

elipsoidreflex 2.0

anlässlich des heranbrausenden starts neuer bogenbau-workshops teste ich zur zeit  verbesserte vorrichtungen und werkzeuge. um all dies auf echte praxistauglichkeit zu überprüfen, sollen damit 2 frische modelle  meiner elipsoidreflex-serie entsehen. eines mit klassischen bambus-backing und eines eher modern mit sichtbaren carbon. als griffhölzer kommen für diese experimente letztes jahr verleimte restbestände zum einsatz. zukünftig sollen neben ahorn, platane und robinie alsbald apfel und nussbaum zum einsatz kommen. das tapern der kernlaminate ist - noch immer - erheblich aufwendiger als das thermisch unterstützte vorbiegen des bambus, der ab etwa 160 grad zeimlich weich wird.

upcycling - reanimation gelungen

anlässlich verschiedener workshops zur schrottregatta auf dem gelände des funkhaus grünau, ist es mir gelungen einen meiner lieblingsbogen zu reparieren / verstärken. es handelt sich bei diesem modell um meinen letztgebauten prototypen des von mir entwickelten ellipsoidreflex-design. nach knapp einem  jahr training mit diesem angenehmen - auch, weil mit 27 lb vom zuggewicht eher schwachen - gerät, kam es leider zu rissen im - mit 0,5mm nicht eben üppig dimensionierten - glas. natürlich wäre mit carbon solch geringe stärke möglich gewesen. bei diesem versuch ging es mir jedoch um grenzerfahrungen mit glas - zugegebenerweise weniger um frustrationstoleranz, aber das ist ein anderes thema... wie auf den bildern halbwegs erkennbar, gelang es mir das defekte laminat vorsichtig zu entfernen ohne die darunter befindliche bambuslage zu schwächen. bei der reparatur entschied ich mich pragmatisch, da vorhanden, für die verwendung von industriell gefertigtem glaslaminat in der stärke von 0,8mm. um das verhältnis von glas zu holz / bambus nicht vollkommen zu ignorieren, habe ich zusätzlich einen streifen ulme - im mittel etwa 0,7mm - dazwischen laminiert. somit ist das ding nun - mit 38lb bei 28" auszug - weniger für yoga-artige übungen denn beinahe zum jagen geeignet.... durch die recht lineare auszugscharakteristik ist dieser bogen aber immer noch sehr komfortabel.

frische luft in neuen schläuchen

hier ein paar trockenübungen mit neuem oberen druckstück. das untere ist teil meiner ersten langbogenform überhaupt. das ding war damals bereits beheizbar, was in meiner alten wirkstätte allerdings auch bitter nötig war, zumindest in der wintersaison.

ganz schön stark

hier ein paar frische bilder meines momentanen versuchsobjekts. das ding ist eine oberflächlich formale hommage an jagdrecurve-bogen der 60er. kinetisch gesehen ist der apparat von der auslegung der wurfarme jedoch eher ein sehr kurzer langbogen im ellipsoid-reflex style. der griff besteht aus nussbaum und birke multiplex. das material der wurfarme ist ahorn, carbon, bambus und glas. das ganze ding ist natürlich nicht wirklich regelkonform und dient mehr experimentellen zwecken als der teilhabe an sportiven wettbewerben. das teil ist schussfertig auf 52 lbs getillert, jedoch noch nicht endbehandelt. bilder von praxistests und des endgültigen finish werden sicher anfang nächsten monat folgen.

reflex ohne deflex

dieses noch namenlose exemplar ist für den eigenen gebrauch bestimmt. trotzdem ist das dingens recht rationell gefertigt, was sich gut an der fuge der beiden wurfarme im griffstück erkennen läßt. nicht nur die materialausbeute ist dadurch erheblich höher, auch das maschinelle tapern - sinnvollerweise beider wurfarme gleichzeitig ist - mit einer entsprechenden hobellade - kein hexenwerk. schön, wenngleich auch nicht wirklich subtil, ist das furnier - platane. die grüne dem schützen zugewandte seite ist lediglich schutzfolie, diese bleibt bis zum endgültigen finish drauf, vielleicht auch länger....     verwendete materialien für die wurfarme: esche, nussbaum, glas - fertig von der rolle, als auch selbstlaminiert. griff: esche, zebrano, wenge

bruch

hier ein paar bilder eines gebrochenen wurfarmes. wie aus den detailfotos ersichtlich, ist die art des bruchs prinzipiell heilbar, da die beiden außeren glaslaminate unverletzt sind und die langfaserig gesplitterte esche eine große leimfläche bietet. ausgang des bruchs ist das versagen des industriell verleimten nußbaum-starkfurniers. dies kann durch zu hohe feuchtigkeit und / oder zu hohe temperatur begünstigt worden sein. Read more

schöne furniere eingetroffen

ab sofort gibt es neben unseren holzarten nussbaum, ulme und zebrano wunderschöne platane, teilweise mit blaukern und ahorn. letzterer in geriegelter starkfurnierqualität und als anthrazit durchgefärbte vogelaugen-variante. die kleinste abgabemenge sind 1,8m länge x 45mm breite. im falle des vogelaugenahorns sind es 2x 90 cm. Read more

pyramidal frisch getillert

hier ein eher untypischer bogen aus unserer werkstatt, der seinerzeit auf besonderen wunsch laminiert wurde und seit dem als rohling auf seine fertigstellung wartete. das ding hat einen recht modernen reflex, verzichtet aber zugunsten einer etwas klassischeren anmutung auf einen ausgeprägten deflex. bis auf die üblichen produktionstoleranzen ist dieses pyramidal-modell total symmetrisch, d.h. nicht nur für rechts oder linkshandschützen nutzbar, sondern es gibt auch kein wirkliches oben und kein unten.

mir gefällt seltsamer weise besonders die brachiale querschnittsänderung vom griff zu den wurfarmen hin - sieht aus, als ob da unser "neuer" tourbus drüber gerollt wäre....

material der wurfarme esche, nussbaum, transparentes und schwarzes glas. griffstück: zebrano und wenge
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