Username:

Password:

Fargot Password? / Help

Author: admin

diametralfühler seit 1963, skateboarder seit 1976, mac user seit 1995

ein friedliches und erlebnisoffenes 2017

liebe freunde des bogens im allgemeinen und meiner speziellen arbeit im besonderem. ein jahr voller überraschungen als auch einiger überforderungen liegt hinter mir.  vieles wird bleiben wie es ist, manches allerdings nur in der erinnerung. meine kleine werkstatt ist aufglöst, in teilen bin ich es selber auch noch ein wenig.... ein neuanfang, eventuell sogar in einer neuen region, der schorfheide ist angedacht. selbstverständlich tüftel ich weiterhin - wenn auch momentan im geheimen - an neuen bogenformen und workshopformaten.

letzter workshop - impressionen

das analoge leben hat mir dieses jahr noch weniger zeit für eine adäquate sebstdarstellung gelassen - auch schön! trotzdem möchte ich dem interessierten leser ein paar semi-frische bilder nicht länger vorenthalten. dieser workshop wurde als reha-maßnahme erstmalig gefördert von einer berufsgenossenschaft. wer fragen dazu hat, möge einfach mal in meiner werkstatt vorbeikommen. der hier vorgestellte bogen ist dort allerdings nicht mehr zu bewundern, da meine letzte teilnehmerin ihr werk natürlich mitgenommen hat.

bandsäge gerettet

große freude herrscht zur zeit über die rettung einer alten bandsäge. das ding sollte verschrottet werden, was vermutlich auf grund ihres utopischen gewichtes auch recht lukrativ gewesen wäre. natürlich gibt es einiges potential für konstruktive verbesserungen als auch zur pflege. nachdem ich aus restbeständen einen stabilen unterschrank gebaut habe, ist das ding aber erstmal nutzbar, vorausgesetzt die von mir bestellten sägebänder trudeln die nächsten tage ein. als wünsche für nicht all zu ferne zukunft, wären zu nennen, eine untere bandführung, die garnicht existiert, als auch eine drehzahlregelung samt motorbremse per frequenzumrichter.  

elipsoidreflex 2.0

anlässlich des heranbrausenden starts neuer bogenbau-workshops teste ich zur zeit  verbesserte vorrichtungen und werkzeuge. um all dies auf echte praxistauglichkeit zu überprüfen, sollen damit 2 frische modelle  meiner elipsoidreflex-serie entsehen. eines mit klassischen bambus-backing und eines eher modern mit sichtbaren carbon. als griffhölzer kommen für diese experimente letztes jahr verleimte restbestände zum einsatz. zukünftig sollen neben ahorn, platane und robinie alsbald apfel und nussbaum zum einsatz kommen. das tapern der kernlaminate ist - noch immer - erheblich aufwendiger als das thermisch unterstützte vorbiegen des bambus, der ab etwa 160 grad zeimlich weich wird.

upcycling - reanimation gelungen

anlässlich verschiedener workshops zur schrottregatta auf dem gelände des funkhaus grünau, ist es mir gelungen einen meiner lieblingsbogen zu reparieren / verstärken. es handelt sich bei diesem modell um meinen letztgebauten prototypen des von mir entwickelten ellipsoidreflex-design. nach knapp einem  jahr training mit diesem angenehmen - auch, weil mit 27 lb vom zuggewicht eher schwachen - gerät, kam es leider zu rissen im - mit 0,5mm nicht eben üppig dimensionierten - glas. natürlich wäre mit carbon solch geringe stärke möglich gewesen. bei diesem versuch ging es mir jedoch um grenzerfahrungen mit glas - zugegebenerweise weniger um frustrationstoleranz, aber das ist ein anderes thema... wie auf den bildern halbwegs erkennbar, gelang es mir das defekte laminat vorsichtig zu entfernen ohne die darunter befindliche bambuslage zu schwächen. bei der reparatur entschied ich mich pragmatisch, da vorhanden, für die verwendung von industriell gefertigtem glaslaminat in der stärke von 0,8mm. um das verhältnis von glas zu holz / bambus nicht vollkommen zu ignorieren, habe ich zusätzlich einen streifen ulme - im mittel etwa 0,7mm - dazwischen laminiert. somit ist das ding nun - mit 38lb bei 28" auszug - weniger für yoga-artige übungen denn beinahe zum jagen geeignet.... durch die recht lineare auszugscharakteristik ist dieser bogen aber immer noch sehr komfortabel.

werkstatt-impressionen vs winter-depressionen

als reha-maßnahme in eigener sache habe ich kurzerhand begonnen meine kleine werkstatt etwas aufzuhübschen, bevor dann ab nächsten monat unser tourbus dran ist.

erfreulicherweise konnte ich dabei gleich ein paar produktiv-funktionale stolpersteine beseitigen.

mental bin ich zwar noch eher mit anderen projekten als dem bogenbau beschäftigt, einige physische vorbereitungen sind aber auch dafür bereits getroffen.

das erste bild zeigt mittels 5 zusammengerechneten weitwinkel-schnappschüssen eine skuril-abstrakte weite. links ein neuer arbeitsplatz mit blick nach draußen, zur zeit noch für elektrotechnische montagen genutzt. ab märz soll dies eine etage höher passieren. eine holztreppe mit einseitigem stahlhandlauf wird den weg nach oben dann - auch für geräuschempfindliche personen - etwas barriereärmer machen - so der plan.

keine angst - ich arbeite nicht an akku-compoundbogen oder elektrischen zieleinrichtungen.

frische luft in neuen schläuchen

hier ein paar trockenübungen mit neuem oberen druckstück. das untere ist teil meiner ersten langbogenform überhaupt. das ding war damals bereits beheizbar, was in meiner alten wirkstätte allerdings auch bitter nötig war, zumindest in der wintersaison.

custom micarta / g10

ab sofort fertigen wir nicht nur für unsere eigenen zwecke micarta artiges material aus unterschiedlichen - auch von kunden gelieferten - ausgangsstoffen / geweben. als harz kommt dabei generell unser niedrigviskoses epoxidharz zum einsatz welches je nach farbwunsch gefärbt bzw pigmentiert wird. unser standardproduktionsmaß ist 100x500mm bis zu einer stärke von 12mm.

armschutz - vision

schön wäre es, gäbe es passend zu unserer neuen ellipsoid-reflex bogenserie einen armschutz auf dem markt, der von seiner materialität und verarbeitungstechnik nicht vollkommen disharmoniert. der mittelalterlook mit lederapplikationen ist also genauso ungeeignet wie die für sportschützen erhältlichen varianten aus plastik. vom material schwebt mir eine furnier  / micarta kombination für die eher maskulinen schützen sowie eine version mit floralen stoffmustern und polycarbonat vor. laminiert wird das ganze zunächst auf eine pe-röhre. nach der aushärtung werden die teile dann per schablone ausgefräst und endbehandelt. dieser prozess kann natürlich preislich nicht mit einer fernöstlichen massenproduktion mithalten. vielmehr geht es hier um den prozess der später auch als workshop angeboten werden soll. erste prototypen wird es vermutlich nach ostern geben.  

ganz schön stark

hier ein paar frische bilder meines momentanen versuchsobjekts. das ding ist eine oberflächlich formale hommage an jagdrecurve-bogen der 60er. kinetisch gesehen ist der apparat von der auslegung der wurfarme jedoch eher ein sehr kurzer langbogen im ellipsoid-reflex style. der griff besteht aus nussbaum und birke multiplex. das material der wurfarme ist ahorn, carbon, bambus und glas. das ganze ding ist natürlich nicht wirklich regelkonform und dient mehr experimentellen zwecken als der teilhabe an sportiven wettbewerben. das teil ist schussfertig auf 52 lbs getillert, jedoch noch nicht endbehandelt. bilder von praxistests und des endgültigen finish werden sicher anfang nächsten monat folgen.
Pages:123